Project Description

Nord Stream 2
Projekt aus Zug versorgt Europa mit Erdgas

Sie bringt Licht ins Dunkel, gehört zum täglichen Leben in Europa und sichert Wohlstand: Energie. Von Zug aus wird das grösste europäische Energie-Infrastrukturprojekt gesteuert.

Doch was sichert die Energiezufuhr? Reihenweise wenden sich europäische Staaten aus Umweltschutzgründen von Kohle und Atomkraft ab. Die günstigste Alternative ist Erdgas: Ein umweltfreundlicher Energieträger, mit dem unter anderem Strom und Wärme erzeugt wird. Der globale Bedarf an dem kohlenstoffarmen Brennstoff wächst entsprechend in den kommenden zwanzig Jahren um fünfundzwanzig Prozent. Das Problem: Die Gasreserven in Europa schrumpfen.
Eine Lösung bietet Nord Stream 2. Die rund 1230 Kilometer lange Pipeline soll Erdgas von den weltgrössten Rohstoffquellen in Russland direkt zu den europäischen Verbrauchern transportieren. Sie folgt der Route der bestehenden Pipeline Nord Stream: von der russischen zur deutschen Küste durch die Ostsee – die effizienteste Verbindung zum europäischen Energienetz. Die zwei neuen Leitungsstränge sollen rund 26 Millionen Haushalte mit Erdgas versorgen.

Über 1000 Unternehmen aus 27 Ländern beteiligt

Bis es so weit ist, muss das ganze Team mit anpacken – Tag und Nacht, sieben Tage die Woche. Denn Nord Stream 2 ist das grösste europäische Energie-Infrastrukturprojekt – privat finanziert und von Zug aus gesteuert. Hier sitzt die Gesellschaft Nord Stream 2 AG mit rund 220 Mitarbeitern aus über zwanzig Ländern. Hinter dem Projekt stehen Energiekonzerne aus Russland, Deutschland, Frankreich, Österreich und den Niederlanden. Zudem sind über 1000 Unternehmen aus 27 Ländern an dem Vorhaben beteiligt, etwa in den Bereichen Maschinenbau und Logistik. Innerhalb von fünf Jahren sind so bereits Tausende Jobs in Europa entstanden, auch hier in Zug.

Genug Stahl für 330 Eiffeltürme

Neben vielen Experten setzt Nord Stream 2 auf modernste Techniken. Anhand von 3D-Modellen hat das Team zum Beispiel vor Baubeginn über 50 000 Kilometer Meeresboden untersucht – und dabei jedes Objekt auf der Strecke analysiert: von grossen Schiffswracks bis zu kleinen Cola-Dosen auf dem Grund. Das Unternehmen hat rund hundert Millionen Euro investiert, um die sicherste und umweltverträglichste Route durch die Ostsee ausfindig zu machen.
Was wird für die Pipeline benötigt? Unter anderem 200 000 grosse Stahlrohre. Die Stahlmenge bringt insgesamt stolze 2,4 Millionen Tonnen auf die Waage – so viel wie 330 Eifeltürme. Kein Wunder, dass Nord Stream 2 für die Bauarbeiten auf See die grössten Verlegeschiffe weltweit unter Vertrag genommen hat. Jede dieser «schwimmenden Fabriken» verlegt täglich bis zu drei Kilometer Rohre. Und damit der Prozess zu keiner Sekunde pausiert, sind seit Herbst 2018 zugleich bis zu drei von ihnen und eine Flotte von über dreissig weiteren Schiffen im Einsatz. So rückt das Ziel immer näher: Europa das gefragte, zusätzliche Gas zu liefern – zuverlässig, wirtschaftlich und nachhaltig.

Abtauchen in die Welt von Nord Stream 2

Auf der Zuger Messe bietet Nord Stream 2 die Möglichkeit, in die Projektwelt abzutauchen. Röhrenförmige Portale führen die Besucher hinein: Videos zeigen, wie die beteiligten Firmen die Rohre herstellen, transportieren sowie verlegen und dabei die Umwelt schützen. Interaktiv können sich die Gäste zudem über die Energieversorgung und den Erdgasbedarf in Europa informieren; Statistiken, Prognosen sowie das internationale Geflecht von Beziehungen erkunden. Gut möglich, dass sich die «Entdecker» danach beim Lichteinschalten zu Hause an Nord Stream 2 erinnern.
in Europa und sichert Wohlstand: Energie. Von Zug aus wird das grösste europäische Energie-Infrastrukturprojekt gesteuert.

WANN?

19. – 27. Oktober 2019

WO?

Halle A1, Stand A1.05.

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Da kommt garantiert keine Langeweile auf.